• Nina Elba

Zu Gast bei Asta Nielsen

Sie wurde 1881 in Kopenhagen geboren.

30 Jahre später war Asta Nielsen der Star des deutschen Stummfilms.


Sie verkörperte Charaktere in ihren Filmen, die den Menschen zu dieser Zeit Kraft gaben. Besonders Frauen wurden ermutigt, ein freieres Leben zu führen. Ihren eigenen Weg zu finden und mit bisherigen Konventionen zu brechen, um ihre Träume auszuleben. Die Reaktion des weiblichen Publikums auf ihre Filme gefiel nicht jedem. Und so schloss sich eine Gruppe zusammen, um gegen den aufkeimenden Feminismus vorzugehen.


Doch Asta ließ sich nicht einschüchtern und setzte nach dem Ersten Weltkrieg ihre Filmkarriere in Deutschland fort. Und prägte das Frauenbild der Goldenen Zwanziger.


Doch wie wohnte der Star abseits des Rampenlichts?


Das durfte ich auf meiner Recherchereise nach Berlin herausfinden und war in Asta Nielsens Wohnung (ab 1931) zu Gast. Denn heute befindet sich dort das Hotel Pension Funk.


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Die Zeitreise beginnt


Bereits zu dem Zeitpunkt, als ich vom Kurfürstendamm in die Fasanenstraße einbog, spürte ich, dass das Abenteuer in die Zwanziger begann. Die gesamte Atmosphäre und die beeindruckenden Häuserfassaden ließen keinen Zweifel daran, dass ich den Spuren der vergangenen Zeit folgte. Die Pension Funk befindet sich direkt gegenüber dem Berliner Literaturhaus (Blogeintrag folgt). Gespannt betrat ich das imposante Treppenhaus des um 1895 erbauten Hauses. Der Jugendstil ist noch heute deutlich sichtbar. Mein erstes Highlight: Der Aufzug.



Willkommen bei Asta Nielsen


Der Geschäftsführer Michael Pfundt, der die Pension seit vielen Jahren leitet, begrüßte mich auf eine sehr herzliche Art. Für Fragen nahm er sich ausreichend Zeit und führte mich durch die Räumlichkeiten. Der imposante Frühstückssaal überzeugt durch hohe Decken, einzigartige Tapeten und Teppichen. Die Einrichtung wurde zum Teil noch originalgetreu erhalten. Mein zweites Highlight: Das Pianola aus dem Jahr 1912.



Das Zimmer


Der meterlange, schmale Flur führte mich zu meinem Zimmer mit Blick in den Innenhof. Wieder wurde ich von den hohen Decken und der liebevollen Einrichtung verzaubert. Anlass genug, um mich dem Ambiente auch kleidungsmäßig anzupassen.



Die Abreise


Am nächsten Morgen stand bereits die Reise zurück in die moderne Welt bevor. Ein entspanntes Frühstück in dem großen Wohnsaal ließ ich mir jedoch nicht nehmen.


Wann immer ihr in Berlin seid oder vielleicht sogar dort wohnt: Ein Aufenthalt in dieser Pension wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.










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